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Chemotherapie

Die Chemotherapeutika töten die sich schnell teilenden Krebszellen ab und werden meist als Infusion verabreicht, manchmal auch in Tablettenform. Dank genauer und individueller Dosierung sowie moderner Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung der Nebenwirkungen wird die Chemotherapie heute sehr viel besser vertragen. Vielen Frauen gelingt es, während der Chemotherapie ein weitgehend normales Leben zu führen und teilweise sogar zu arbeiten.

In der Therapie des Brustkrebses werden drei Arten der chemotherapeutischen Behandlung unterschieden:

Neoadjuvante Chemotherapie wird vor einer Operation verabreicht, wenn ein grosser Tumor oder eine entzündungsartige Schwellung der gesamten Brust (inflammatorische Brustkrebs) vor einer Operation behandelt werden muss.

Adjuvante Chemotherapie ist die häufigste Therapieform. Nach der Operation werden möglcherweise im Körper verbliebene einzelne Tumorzellen oder winzige Metastasen (Mikrometastasen) abgetötet. Ziel dieser Chemotherapie ist, Rückfälle zu vermeiden. Sie dauert im allgemeinen 3-6 Monate.

Palliative Chemotherapie bremst und verkleinert bei fortgeschrittener Erkrankung mit Metastasen durch die Chemotherapie das Wachstum der Krebszellen. Die Lebensqualität der Patientin soll durch die Chemotherapie verbessert werden. Leider ist eine Heilung nicht mehr möglich. Jedoch gelingt es heute oft, die Erkrankung über Jahre stabil zu halten und der Patientin ein beschwerdearmes Leben zu ermöglichen.

Chemotherapeutika haben leider auch Nebenwirkungen. Sie führen häufig zu Haarverlust und Übelkeit. Wenige Wochen nach der letzten Therapie beginnen die Haare aber wieder zu wachsen und dank moderner Medikamente kann die Übelkeit gezielt und wirksam gelindert werden. Die Chemotherapie hat Auswirkungen auf die Anzahl der Abwehrzellen im Blut und macht wöchentliche Kontrollen des Blutbildes notwendig. Falls die Venenverhältnisse schwierig sind, wird die Chemotherapie über ein sogenanntes Port-a-Cath System unter dem Schlüsselbein verabreicht.