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Operation

Brusterhaltende Operationen sind bei den meisten unserer Patientinnen möglich. Lediglich der Tumor wird mit entsprechendem Sicherheitsabstand entfernt. Die Brust bleibt weitgehend und mit gutem kosmetischen Ergebnis erhalten. Zur brusterhaltenden Operation gehört eine fünfwöchige Nachbestrahlung.

Lymphknotenoperationen in der Achselhöhle sind ein wichtiger Bestandteil der operativen Therapie. Da Brustkrebszellen aus der Brust über das Lymphsystem der Achselhöhle in den Körper verschleppt werden können, müssen diese Lymphknoten entfernt und untersucht werden. Nur der Pathologe kann erkennen, ob diese Lymphknoten schon von Krebszellen befallen sind. Es gibt zwei Operationstechniken.

Bei der Wächter- (Sentinel) Lymphknoten-Biopsie, die in der Regel während der brusterhaltenden Operation durchgeführt wird, werden Wächter-Lymphknoten markiert und gezielt aufgesucht.

Bei der Entfernung der Achsellymphknoten (Axilladissektion) wird das Fettgewebepolster der Achselhöhle mit den darin befindlichen Lymphknoten entfernt. Aus der Anzahl der befallenen Lymphknoten ergeben sich wichtige Hinweise für die weitere Therapie.

 

Brustentfernungen (Mastektomie) sind nur dann notwendig, wenn das Grössenverhältnis zwischen Tumor und Brustdrüse ungünstig ist, wenn sich mehrere Krebsherde in einer Brust befinden oder bei besonderen Formen von Brustkrebs, die mit Befall der Lymphgefässe der Haut einhergehen. Wir berücksichtigen aber auch den ausdrücklichen Wunsch einer Patientin, die eine Entfernung (Ablatio) anderen Therapieformen vorzieht. Lehnt eine Patientin, bei der eine brusterhaltende Operation möglich wäre, eine Strahlentherapie ab, muss ebenfalls eine Brustentfernung durchgeführt werden.